Wanderung auf den Leksberget mit kilometerweiter Aussicht

Ein Stück außerhalb von Mora, kurz vor dem Waldmuseum in Siljansfors, erhebt sich ein kleiner, aber feiner Berg aus dem Wald. Am Fuße des Leksberget führt der Fernwanderweg Siljansleden vorbei, es gibt aber auch einen Pfad, der auf den Berg führt – eine Empfehlung für eine kurze, aber schöne Wanderung mit wunderbarer Aussicht.

Von einem Wendeplatz aus geht es los, zunächst auf dem Siljansleden. Ohne Umschweife arbeitet sich der Wanderweg – und damit auch wir Wanderer – den Berg hoch. Hohe Kiefern säumen den Wegesrand und im Herbst tummeln sich die Pilze im Moos. Wer Moos mag, wird diese Wanderung lieben!

Zu Beginn geht es auf einem halb verwilderten Waldweg stetig bergauf. Nach ca. 600 Metern teilt sich der Pfad auf und ist deutlich ausgeschildert. Ab jetzt folgt man den weißen Markierungen, es ist aber so oder so kaum möglich, sich zu verlaufen.

Nicht nur die Natur macht mit weichen Mooskissen und den verschiedensten Grüntönen auf sich aufmerksam, auch die Geschichte deutet darauf hin, dass vor uns schon Menschen hier vorbei gewandert sind. Und dass wir in diesen Wäldern niemals alleine sind.

Links vom Pfad weisen Schilder auf eine alte Fanggrube hin. Was damit wohl gefangen werden sollte? Bären vielleicht oder anderes Wild?

Der Pfad wird schmaler und schlängelt sich durch einen beerenreichen und moosigen Wald immer weiter aufwärts. Erst kurz vor dem Aussichtspunkt verläuft der Pfad eben und sogar mal schwach abwärts. Auch wenn es zwischendurch immer wieder Wurzeln und Steine auf dem Pfad gibt, ist er gut zu begehen.

Die Aussicht kann sich definitiv sehen lassen. Der Siljansee ist im Osten zu sehen und der Gesundaberget erhebt sich deutlich ab. Sehr schön ist auch der Blick nach Südosten zum Waldmuseum Siljansfors und dem dahinter liegenden See Jugan. In Siljansfors gibt es mehrere Wanderwege, ich habe zuvor schon von der Wanderung auf den Harkenberget berichtet.

Am Aussichtsplatz gibt es eine Feuerstelle und einfache Holzbänke. Mit dem Wald im Rücken kann man die Aussicht über den Steilhang genießen. Endlich ein Aussichtsplatz mit unverstelltem Blick!

Wer nicht denselben Weg zurücklaufen möchte, kann eine andere Route für den Rückweg wählen. Zunächst führt derselbe Pfad wieder zurück, teilt sich aber nach ca. 400 m auf, wer sich rechts hält, gelangt auf einen Schotterweg, der auf der Nordwestseite des Berges nach unten führt. Nach ca. 1 km trifft der Waldweg auf den Siljansleden, der links in den Wald und dann wieder zurück zum Ausgangspunkt führt.

Er ist eine willkommene Abwechslung zum breiten Schotterweg. Hier muss man umsichtig Fuß vor Fuß setzen, so schmal ist der Pfad. An nassen Partien liegen Holzplanken aus.

Auch an einer Rasthütte führt der Siljansleden vorbei, diese ist auch auf Karten ausgezeichnet. Von einer Rast hier kann man aber nur abraten – das halbe Dach der kleinen Hütte ist eingestürzt und auch der Ofen darin sieht nicht mehr funktionstüchtig aus. Auf dieser kurzen Wanderung ist aber ohnehin keine Rast nötig.

Wer sich hier leise bewegt, hat vielleicht Glück und kann einen Elch sehen – wenn man der Elchlosung auf dem Pfad nach geht, gibt es hier einige!

Nach einer Weile auf dem schmalen Teil des Siljansleden stößt der Pfad wieder auf die bereits bekannt Anfangsstrecke. Hier geht es jetzt bergab wieder Richtung Parkplatz und nach und nach wird das Rauschen der Bäume wieder mit dem Rauschen der vorbei brausenden Autos ersetzt.

Wissenswertes

Strecke: Der Leksbergstigen ist 1,6 km lang (einfache Strecke). Geht man nicht denselben Pfad zurück (auf der Karte blau eingezeichnet), sondern hängt einen Umweg über den Siljansleden an (auf der Karte grün eingezeichnet), beträgt die Strecke insgesamt 4,6 km. Mir persönlich hat die Strecke des Leksbergsstigen am besten gefallen, auf dem Weg zum Siljansleden geht es eine Weile über Schotterwege.

Markierung: Die ersten 600 m verlaufen auf dem orange markierten Siljansleden. Ein deutlicher Wegweiser zeigt den weiteren Lekbergstigen an, dieser hat weiße Markierungen an den Bäumen.

Sonstiges: Am Aussichtspunkt gibt es einen Grillplatz, Holz muss man selber mitbringen. Wem die Wanderung zu lang oder zu steil ist, kann mit dem Auto fahren und so einen Stück des Weges sparen. An einem Wendeplatz kann man parken und hat dann nicht mehr weit bis zum Gipfel. In dem Fall biegt man eine Abzweigung später von der E45 ab und hält sich rechts bis der Wendeplatz auftaucht.

Wandern mit Kindern

Die Strecke geht zwar stetig bergauf, der Pfad ist aber einfach zu gehen und da die Wanderung nicht sehr lang ist, kann sie sehr gut mit Kindern unternommen werden. Alternativ kann man das Auto am Wendeplatz parken und von dort aus laufen, dann kann die Strecke sogar mit einem geländegängigen Kinderwagen genutzt werden.

Wegbeschreibung

Der Startpunkt der Wanderung liegt kurz vor Siljansfors an einem Wendeplatz. Dieser ist über einen Schotterweg von der E45 aus zu erreichen. Auf Karten ist der Weg zum Wendeplatz schlecht zu erkennen. Kommt man von Mora her, liegt die Abzweigung auf der rechten Seite, 1,65 km nachdem man unter der Eisenbahnbrücke hindurch gefahren ist. Fährt man aus Versehen daran vorbei, kann man am Parkplatz in Siljansfors wenden, die Abzweigung zum Wendeplatz liegt dann 1,4 km vom Parkplatz entfernt bzw. 700 nach der Brücke auf der linken Seite.

Von meiner ersten Wanderung auf den Leksberget habe ich hier berichtet.

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